Grossverteiler vs. lokales Gewerbe: Die Story hinter unserem Entscheid für das lokale Gewerbe

Laufend erreichen uns Anfragen von Kunden, weshalb es den Dr. Ginger Ingwer Likör nicht im Supermarkt beim Grossverteiler zu kaufen gäbe und auch wir selbst haben bereits von Anfang an mit dem Gedanken geliebäugelt, unsere Produkte auch in den Regalen der grossen Supermärkte vorzufinden.

Anfrage von Detailhandels-Riesen für Sortimentsaufnahme

Als wir Anfang dieses Jahres Anfragen von der grössten Supermarkt-Kette mit Spirituosen-Sortiment sowie auch dem Schweizer Ableger einer grossen deutschen Discounter-Kette vorliegen hatten standen wir vor einer wichtigen strategischen Entscheidung. Wollen wir unseren Dr. Ginger Ingwer Likör effektiv im Supermarkt-Regal platzieren und somit unseren bestehenden, lokalen Wiederverkaufs-Partner (Getränkemärkte, Delikatessen-Läden, Weinhandlungen etc.) durch die grosse Streuung der Supermärkte in den Rücken fallen? Wollen wir aus Dr. Ginger ein Massenprodukt schaffen oder Dr. Ginger weiter als Premium Produkt etablieren?

Listinggebühren: Ein Hochrisikospiel ohne Sicherheit

Wir waren neugierig und haben einem unverbindlichen Austausch über mögliche Konditionen zugestimmt. Bei grossen Supermarktketten ist es üblich, dass Produzenten bzw. Lieferanten für die Sortimentsaufnahme und den Regalplatz eine sogenannte Listing-Gebühr bezahlen, also eine Gebühr für den Regalplatz. Diese Gebühren sind im 5-stelligen Bereich, können aber auch durchaus weit höher ausfallen und werden vom Grossverteiler individuell angesetzt. Dennoch behält sich der Grossverteiler die Freiheit, ein Produkt jederzeit wieder aus dem Sortiment zu werfen, sofern der Absatz nicht den Vorstellungen des Grossverteilers entspricht. Die Listing-Gebühr bleibt dem Grossverteiler aber unabhängig davon geschuldet, wodurch das Ganze zu einem Hochrisikospiel für Kleinproduzenten wie uns wird. Zudem verdient der Grossverteiler beim Verkaufspreis immer noch 30-40% mit.
Auch wollte der Einkaufsverantwortliche des Detailhandels-Grossisten auch, dass wir Anpassungen am Design und Layout unserer bereits etablierten Produkt-Etikette vornehmen, worin wir keinen Sinn gesehen haben und wofür es objektiv betrachtet auch keinen Grund gibt.

Premium Produkt vs. Massenware: Ein schmaler Grat

Zeitgleich haben wir uns natürlich auch mit unseren Bestandskunden im Vertrauen über eine mögliche Sortimentsaufnahme bei einem Grossverteiler ausgetauscht und es war und ist uns wichtig, unsere Wiederverkäufer, mit welchen wir eine sehr enge Zusammenarbeit haben, stets fair zu behandeln. Das beinah einstimmige Feedback unserer Wiederverkäufer hat unsere Tendenz zum Verzicht auf einen Grossverteiler-Deal schlussendlich untermauert. Der grosse Teil der Wiederverkäufer meinte, dass sie ein exklusives und ausgesuchtes Sortiment und nicht das selbe wie der Grossverteiler nebenan führen wollten. Einige meinten sogar, dass Sie unsere Produkte nicht mehr im Sortiment führen würden, sofern unsere Produkte als Massenware im Supermarkt-Regal landen würden.

Entscheidung für das lokale Gewerbe: Qualität vor Quantität

Obschon der Reiz gross war, haben wir uns gegen eine Sortimentsaufnahme bei einem der grössten Schweizer Detailhändler entschieden, um unseren Wurzeln treu zu bleiben, auch wenn sich dieser wohl für ein Konkurrenzprodukt entscheiden wird. Wir sind uns bewusst, dass wir dadurch auf einen grossen, umsatzstarken Kanal verzichtet haben. Wir sind uns aber sicher, dass es die richtige Entscheidung war, unseren Werten entsprechend zu handeln und es ist uns ein Anliegen, die Diversität im Detailhandel zu wahren und das lokale Gewerbe zu unterstützen.

Hier findet ihr alle Bezugsquellen, welche Dr. Ginger Produkte im Sortiment führen.

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